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Die Toyota Motor Corporation ist seit 2008 der weltgrößte Automobilhersteller und das fünftgrößte Unternehmen der Welt mit 522 Tochterunternehmen und über 300.000 Mitarbeitern. Toyota besitzt neben den 12 japanischen Werken 51 Standorte in 26 Ländern.

Die Geschichte des Unternehmens beginnt 1867 mit der Geburt von Sakichi Toyoda, der als Sohn eines armen Zimmermanns außerhalb von Nagoya, in Japan, aufwuchs. Zunächst erlernte Sakichi Toyoda das Handwerk seines Vaters, das er nutzte, um hölzerne Spinnmaschinen zu entwerfen und zu bauen. 1894 begann er, manuelle Webstühle herzustellen, die den Konkurrenzmodellen überlegen waren. Mit einer gebrauchten Dampfmaschine startete er Experimente, um einen kraftmaschinengetriebenen Webstuhl herzustellen. Saikichis Sohn Kiichirō Toyoda hatte in der Zwischenzeit ein Maschinenbaustudium an der Tokioter Universität abgeschlossen. Zusammen mit seinem Sohn Kiichirō stellte Sakichi 1924 seine „automatisierte Webmaschine“ (Toyoda Automatic Loom) fertig, in der erstmalig ein Prinzip des Toyota-Produktionssystems zum Einsatz kam: Jidōka, auch autonome Automation genannt. Die neue Webmaschine enthielt einen Mechanismus, der die Maschine automatisch stoppte, wenn ein Faden riss. Für die Produktion und Vermarktung der Maschinen gründete er die Toyoda Automatic Loom Inc.

Aber Sakichi Toyoda stellte die Herstellung der automatisierten Webstühle nicht zufrieden – er wollte Autos bauen, hatte er doch erkannt, welches Potential im Automobilbau steckte. So sandte er seinen Sohn Kiichirō 1929 nach Großbritannien, um die Patentrechte seiner Webmaschinen an die britische Firma Platt Brothers zu verkaufen.

Den Erlös, 100.000 britische Pfund, investierte er in den Aufbau einer Automobilproduktion. 1935 wurde der erste Toyota, das Modell A1, hergestellt. Zu einem eigenständigen Unternehmen wurde die Automobilsparte 1937 als Toyota Motor Corporation.



Der Name Toyota wurde gewählt, um eine Trennung zwischen Arbeitsleben und Privatleben herbeizuführen, ferner sollte dies die Aussprache erleichtern. Der Name wird auf Japanisch mit acht Strichen geschrieben. Da acht in Japan als eine Glückszahl gilt, ist dies ein weiterer Grund für die Umbenennung. Das Bildzeichen wurde erstmals 1989 vorgestellt. Es besteht aus drei miteinander verbundenen Ellipsen und sollte die Marke von der im selben Jahr vorgestellten neuen Premiummarke Lexus deutlich differenzieren. Ferner symbolisieren die drei Ellipsen die Firmenphilosophie Toyotas: das Streben nach Kundenzufriedenheit, das Streben nach Innovation sowie die Verbindung von Kreativität und Qualität.

Toyotas Erfolg auf dem Weltmarkt ist vor allem auf Prinzipien wie der ständigen Verbesserung der organisatorischen Abläufe unter Mitwirkung der Belegschaft zurückzuführen.



Besonders die amerikanische Automobilindustrie unterschätzte die japanische Konkurrenz bis in die 60er-Jahre. Dies änderte sich erst mit dem Beginn der Ölkrise in den 70er-Jahren, als weltweit die Nachfrage nach kleineren, kraftstoffsparenden Autos zunahm und unter anderem Toyota mit seiner Produktpalette bestens auf diesen Bedarf eingestellt war. Bereits zu dieser Zeit hatte Toyota höhere Qualitätsstandards als die westliche Konkurrenz.



Erst in den 80er-Jahren begannen amerikanische und europäische Hersteller, die Fertigungsmethoden von Toyota zu studieren und zu übernehmen. Dies führte dazu, dass der Preisvorteil dahinschmolz und man sich mehr und mehr auf die Bereiche Qualität, Zuverlässigkeit, Werterhalt und Markenimage konzentrierte. Speziell im letzteren Punkt war Toyota auf dem amerikanischen Markt erfolgreich.

Der Vertrieb von Toyota-Fahrzeugen begann in Deutschland erst 1970, in der Schweiz allerdings drei Jahre früher.

Im Jahr 1989 führte Toyota für den amerikanischen und europäischen Markt die Edelmarke Lexus ein, die sich zur meistverkauften Luxusautomarke Amerikas entwickelte. In Deutschland hat Lexus jedoch einen schweren Stand, gegenüber den heimischen Premiummarken führen die Autos mit dem „L“ im Logo nur ein Nischendasein.



In den USA hat Toyota mit über 2,6 Millionen verkauften Fahrzeugen Ford in der Zulassungsstatistik vom zweiten Platz verdrängt und muss sich nur der Marke GM geschlagen geben.

Toyota – wie auch die meisten anderen japanische Autohersteller – schnitt bei Pannenstatistiken in den letzten Jahren regelmäßig sehr gut ab, Toyota ist z. B. die mit Abstand erfolgreichste Marke im TÜV Report 2010. Mit insgesamt 15 Top-Ten-Platzierungen in fünf Wertungsklassen bescheinigt der Gebrauchtwagenratgeber der japanischen Qualitätsmarke in jeder Modellklasse hohe Zuverlässigkeit und lange Haltbarkeit. Auch in den vergangenen Jahren hat sich kein anderer Hersteller so weit vorn platziert.
Auch bei der Kundenzufriedenheitsstudie des amerikanischen Marktforschungsunternehmens J. D. Power and Associates schneidet Toyota regelmäßig sehr gut ab.

Das Unternehmen arbeitet nach dem selbst entwickelten Toyota-Produktionssystem, das vor allem aus den Teilen TQM (Total-Quality-Management), Kanban, Kaizen, TPM (Total Productive Maintenance) und Poka Yoke besteht. Das Konzept wurde von Toyota unter der Leitung von Taiichi Ōno ab 1950 entwickelt.

Zuletzt kam Toyota allerdings ins Gerede und sorgte durch defekte Gas- und Bremspedale für negative Schlagzeilen. Insgesamt sollen durch eine darauf zurückzuführende Unfallserie mindestens 34 Menschen zu Tode gekommen sein. In einer beispiellosen Rückrufaktion von insgesamt über vier Millionen Fahrzeugen muss Toyota das Problem beheben, was bereits zum Einbruch der Image- und Verkaufszahlen führte.



Aktuelle PKW-Modelle der umfangreichen Modellpalette sind die Kleinstwagen IQ und Aygo, der Kleinwagen Yaris, der SUV Urban Cruiser, die Kompaktklasse Auris, der Van Verso, das Mitteklassemodell Avensis, der Softroader RAV 4, das Hybridmodell Prius, sowie der Geländewagen Land Cruiser und der Pick-up Hilux.



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