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Die Idee eines Autos unterhalb der Polo-Klasse hat die Automobilindustrie speziell in den 80er-Jahren beschäftigt. Aber nicht nur die Industrie, auch zahlreiche deutsche Hochschulen und Universitäten haben sich mit der Idee des Kleinstwagens auseinandergesetzt.

Bereits zu Beginn der 70er-Jahre wagt sich das Mercedes-Benz Design Center in Irvine konzeptionell an das Thema „Auto der Zukunft“. Angesichts der Ölkrise und der wachsenden Umweltprobleme sollte eine automobile Lösung für Stadtmenschen gefunden werden. Der Mercedes-Benz-Entwickler Johann Tomforde legt 1972 die Grundlage dafür: das Konzept eines 2,5-Meter-Automobils.



Doch erst 15 Jahre später gelingt es Mercedes-Benz, auch die Sicherheitsstandards zu erfüllen: Wie bei einem Ei sorgt eine feste Schale für die Sicherheit des weichen Kerns. Unter dem Namen Eco Sprinter und Eco Speedster werden 1993 die ersten Showcars vorgestellt und die Planung des heutigen smart fortwo beginnt: das Micro Compact Car.

Die Idee der Vermarktung eines Kleinstwagenkonzepts stammt von Nicolas G. Hayek, dem Gründer der Swatch-Gruppe. Seine Vision eines Swatch-Autos, das sehr klein, bunt, ideenreich und vor allem günstig sein sollte, führte ihn zunächst zu VW.



Unter anderem sah das Konzept eine (ähnlich den Swatch-Uhren) auswechselbare Karosserie sowie eine Zusammenarbeit mit der Bahn vor, in Form einer Mitführbarkeit des Wagens für weite Reisen. Als VW aus dem Projekt ausstieg, sprang Mercedes-Benz ein.
Der Name smart ist eine Zusammensetzung aus Swatch, Mercedes und Art.

Das Unternehmen Smart wurde 1994 als Micro Compact Car AG in Biel als gemeinsame Tochter von Daimler-Benz und der SMH SA von Hayek gegründet. Im Zuge der Entwicklung stieg Hayek aus dem Projekt aus. Er wollte sich nicht mehr an den steigenden Entwicklungsausgaben beteiligen, ferner gab es Differenzen, was die Antriebstechnik des neuen Fahrzeugs angeht.

Verkauf und Service werden heute vor allem von bestehenden Daimler-Niederlassungen in einem Shop-In-Shop-Konzept umgesetzt. Bis heute ist die wirtschaftliche Lage angespannt. Aus diesem Grund wurden das Vertriebskonzept umgestellt, die Produktpalette reduziert und Neuentwicklungen gestoppt. Roadster und Forfour werden nicht mehr produziert.

Das aktuelle Modell des fortwo wird als Coupé und Cabrio seit dem Frühjahr 2007 produziert und zum Verkauf angeboten. Die Brabus-Variante ist seit Herbst des Jahres 2007 erhältlich.

Seit Oktober 2007 wird der smart fortwo micro hybrid drive produziert, in dem ein riemengetriebener Starter-Generator (rSG) bei Start-Stopp-Situationen den Motor automatisch abstellt und bei Betätigung des Gaspedals neu startet. Die Namensgebung stieß auf Kritik, weil der Begriff einen Hybrid-Antrieb suggeriere. Der Begriff „micro hybrid“ ist allerdings eine im Fahrzeugbau etablierte Bezeichnung für die verwendete Technik.

In London werden zurzeit in einem Großversuch 100 smart fortwo mit Elektroantrieb getestet.

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