Seat wurde 1950 als Sociedad Española de Automóviles de Turismo, S.A. (spanische Gesellschaft für PKW) als Staatsunternehmen gegründet. Der einzige Automobilhersteller Spaniens gehört seit 1986 zum Volkswagen-Konzern.
Ende 1953 liefen die ersten Seat vom Band. Es handelte sich, wie auch in den folgenden knapp 30 Jahren, um in Lizenz gefertigte Fahrzeuge von Fiat. Auf Grund der Abschottung des heimischen Marktes bis in die 70er-Jahre hinein durch hohe Importzölle gelang es Seat, auf dem heimischen Markt unangefochtener Marktführer zu werden. Aber nicht nur die Fahrzeuge waren baugleich mit denen von Fiat, selbst das Markenlogo war demjenigen von Fiat nachempfunden, nur mit dem Unterschied, dass ein roter Hintergrund statt des blauen verwendet wurde. Die Konkurrenten auf dem heimischen Markt waren allesamt Lizenznehmer bzw. Joint Ventures ausländischer Unternehmen, u. a. von Renault (in Spanien Fasa), Citroën, Land Rover/Suzuki (in Spanien Santana (Metalúrgica de Santa Ana). Populärstes Modell von Seat während dieser Epoche war der Seat 600, liebevoll Seiscientos oder im Katalanischen Siscents genannt. Fast alle spanischen Taxis in jener Zeit waren Seat 1500, kurz Milquinientos genannt.
In den 80er-Jahren kommt es zum Zerwürfnis mit Fiat. Der Seat Ronda, baugleich dem Fiat Ritmo, wurde kurzerhand als eigenständiges spanisches Modell dargestellt. Gleichzeitig entwickelte sich die Kooperation mit Volkswagen zu einer 75-%-Beteiligung. Ausdruck fand diese neue Ausrichtung auch in dem neuen blauen Unternehmenslogo.
In den 90er-Jahren baut Volkswagen dann seine Beteiligung auf 99,99 % aus. Die Seat-Modelle erhalten eine sportliche Ausrichtung, und das Unternehmens wird in Seat S.A. umbenannt.
Anfang des neuen Jahrtausends hält die sportliche Positionierung der Marke an. Dennoch verabschiedet sich Seat 2001 bei einem Sieg der 3-Städte-Rallye der Deutschen Rallye-Meisterschaft zunächst aus dem Motorsport.
2003 kehrte Seat dann mit dem Toledo Cupra bei den europäischen Tourenwagen-Meisterschaften zurück in den internationalen Motorsport. Im gleichen Jahr startet Seat ein neues Markenpokal-Konzept. Die Leon-Supercopa-Meisterschaft wird nicht nur im Rundstreckenrennen entschieden, sondern beinhaltet auch Langstreckenrennen und eine Berg-Meisterschaft. Der Altea ist der erste Seat, der seit der Integration der spanischen Marke in die neue Audi-Markengruppe im Jahr 2002 entwickelt wurde.
Im März 2005 wurde auf dem Automobilsalon in Genf der Prototyp des neuen Seat Leon mit 147-kW-Motorisierung (200 PS) vorgestellt. Besonderheiten des Prototyps sind vier Kameras, deren Bild auf zwei Monitoren im Fahrzeug die Rückspiegel ergänzen und die Rundumsicht verbessern sollen.
Mit dem Seat Exeo führt Seat im Jahr 2009 die bereits 2007 angekündigte Limousine auf Basis des letzten Audi A4 ein. Ein Kombi-Modell ist seit Sommer 2009 auf dem Markt. Auf der IAA in Frankfurt steht der erste Prototyp des Ibiza ST namens IBZ, der für Seat dringend benötigte Mini-Kombi soll im Frühjahr 2010 auf den Markt kommen.
Aktuelle Modelle des Herstellers sind der Kleinwagen Ibiza, die Kompaktklasse Córdoba und Leon, die Mittelklassefahrzeuge Toledo und Exeo, der Kompaktvan Altea sowie der Van Alhambra.