Auto-Ankauf.com - ein Service der Auto-Bodenheimer GmbH - kostenlose Hotline: 0800 64 64 864

Der Ursprung der legendären deutschen Sportwagenschmiede, die wie kaum eine andere für Sportlichkeit, Exklusivität und Fahrfreude steht, ist ein 1931 von Ferdinand Porsche, dem Sohn eines österreichischen Installateurs, gegründetes Konstruktionsbüro, das zunächst ausschließlich für andere Hersteller entwickelte.



1875 wird Ferdinand Porsche im böhmischen Maffersdorf geboren. Nach dem Besuch der Volksschule in Maffersdorf und der Staatsgewerbeschule in Reichenberg tritt er 1889 als Spengler-Lehrling in den Betrieb seines Vaters ein. Bereits 1906 wird Ferdinand Porsche Technischer Direktor bei der österreichischen Daimler KG, nachdem er zuvor bei der Wiener Hofwagenfabrik Lohner & Co einige technische Entwicklungen geleitet hatte. Mit nur 31 Jahren ist er jetzt für die Modellpalette eines der größten europäischen Automobilunternehmen verantwortlich.

Der von Ferdinand Porsche 1910 konstruierte Austro-Daimler-Tourenwagen erzielt bei der Prinz-Heinrich-Fahrt einen Dreifachsieg. Dabei sitzt Ferdinand Porsche persönlich am Steuer des Siegerfahrzeuges.

Als Technischer Direktor und Vorstandsmitglied bei der Stuttgarter Daimler-Motoren-Gesellschaft konstruiert Ferdinand Porsche 1923 die legendären Mercedes-Kompressorsportwagen. 1924 siegt der unter seiner Leitung entwickelte 2-Liter-Rennwagen bei der Targa Florio. Die sogenannten Mercedes-Benz-S-Typen dominieren ab 1927 den internationalen Rennsport.

Als Krönung seiner Laufbahn gründet Ferdinand Porsche am 25. April 1931 in Stuttgart ein Büro zur „Konstruktion und Beratung für Motoren- und Fahrzeugbau“.
Im Auftrag renommierter Hersteller wie Wanderer, Zündapp oder NSU entstehen neben Automobilkonstruktionen auch richtungweisende Detaillösungen. Für die Auto Union entwickelt Porsche 1933 einen Grand-Prix-Rennwagen mit 16-Zylinder-Mittelmotor. Das Heckmotor-Konzept des für NSU konstruierten Kleinwagens (Typ 32) findet sich später im Volkswagen Käfer wieder.

Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche KG erhält 1934 offiziell den Auftrag zur Konstruktion und zum Bau eines deutschen Volkswagens. Bereits ein Jahr später werden erste Versuchsfahrten mit den VW-Prototypen durchgeführt. Montiert werden die „Ur-Käfer“ in der Garage der Stuttgarter Porsche-Villa.

Unter der Bezeichnung Typ 64 entstehen 1939 bei Porsche in Zuffenhausen drei Rennsportcoupés. Die für Langstreckenwettbewerbe konstruierten „Berlin-Rom-Wagen“ gelten als die Urahnen aller späteren Porsche-Sportwagen.

Der Porsche 356 ist das erste Serienmodell von Porsche. Grundlage war der unter Leitung von Ferry Porsche entwickelte und gebaute „Porsche Nr. 1“, ein zweisitziger Mittelmotorroadster mit Rohrrahmen und einem 1,1-Liter-Motor, der 26 kW bzw. 35 PS bei 4000 U/min leistete und konstruktiv dem luftgekühlten Vierzylinderboxermotor des VW Typ 1 ähnelte.



Die Typbezeichnung 356 für den Wagen ist die laufende Nummer dieser Porsche-Konstruktion. Als „Geburtstag“ gilt der 7. Juli 1948, an dem der erste Testbericht über ein Porsche-Coupé erschien.



Die Produktion endete erst im April 1965; bis dahin wurden 76.302 Wagen hergestellt. Mit dem Klassensieg eines 356 SL bei den 24 Stunden von Le Mans macht der junge Sportwagenhersteller Porsche 1951 international auf sich aufmerksam.

Auf dem Pariser Automobilsalon 1953 feiert der Porsche 550 Spyder seine Premiere. Angetrieben wird der leichte und wendige Rennwagen von einem äußerst leistungsfähigen 4-Nockenwellen-Motor, mit dem er unzählige internationale Erfolge erzielt.

Bereits 1960, während seiner ersten Rennsaison, holt der Porsche 718 RS 60 die Gesamtsiege bei der Targa Florio und den 12 Stunden von Sebring. In der Formel 2 erzielt Porsche mit dem Typ 718/2 einen Dreifacherfolg bei den 150 Meilen von Aintree, Großbritannien.

Ferdinand Alexander Porsche, der Enkel des Firmengründers, zeichnete 1961 für die Entwicklung des Porsche 901 verantwortlich, der 1963 als Porsche 911 auf der IAA vorgestellt wurde und bis heute als Basis für den automobilen Erfolg des Unternehmens steht. An diesem Fahrzeug wird Porsche seit 1961 gemessen. Viele im Schatten des 911 entstandene Fahrzeuge erreichten zwar Achtungserfolge, nicht aber den Kultstatus des 911.



Porsche bleibt dem Motorsport weiter verpflichtet: den ersten Gesamtsieg bei den 24 Stunden von Daytona erzielt Porsche 1968 mit dem Typ 907-8. Die großen Vorjahreserfolge beim 1.000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring und bei der Targa Florio können wiederholt werden.
Der 911 T gewinnt 1968 ferner die Rallye Monte Carlo. Neben der Rallye Monte Carlo und der Targa Florio gewinnt Porsche im Jahr 1969 mit dem 908/02 und dem neuen 917 erstmalig die Markenweltmeisterschaft. Im darauf folgenden Jahr wird der Sieg wiederholt.

Auf der IAA 1969 in Frankfurt wird der Mittelmotor-Sportwagen VW-Porsche 914 vorgestellt. Auf dem Höhepunkt der Ölkrise 1974 präsentiert Porsche dann auf dem Pariser Automobilsalon den 911 Turbo. Er ist weltweit der erste Seriensportwagen mit Abgas-Turbolader und Ladedruckregelung.

Mit dem 924 produziert Porsche 1975 erstmals einen Frontmotor-Sportwagen in Transaxle-Bauweise. Als Nachfolger des 911 konzipiert, geht 1977 der Porsche 928 in Technik und Design neue Wege. Als Antrieb des luxuriösen Hochleistungssportwagens dient ein V8-Leichtmetallmotor.

Neben dem 1961 eingeführten Klassiker 911, der seit 2004 in der fünften Generation vom Band läuft, dem 1996 erfolgreich eingeführten Boxster und dem Cayman aus dem Jahr 2005 verfügt Porsche über zwei weitere Modellreihen – den 2002 präsentierten sportlichen SUV Cayenne und die seit 2009 erhältliche sportliche Oberklasselimousine Panamera.

Die seit 2005 geplante feindliche Übernahme des Volkswagen-Konzerns misslang, worauf Volkswagen sich im Dezember 2009 49,9 % an dem Unternehmen sicherte. Porsche wird somit als zehnte Marke in den Volkswagen-Konzern integriert.



Impressum