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Die Geschichte der Adam Opel GmbH nimmt ihren Anfang, als Adam Opel, der älteste Sohn des Schlossermeisters Philipp Wilhelm Opel, 1862 in Rüsselsheim in der väterlichen Werkstatt mit dem Bau der ersten Opel-Nähmaschine beginnt.



Schon 1963 machte sich Adam Opel in einem ehemaligen Kuhstall selbstständig und ließ sich vom in Paris lebenden Bruder Georg mit den notwendigen Spezialstählen, Greifern und Nadeln versorgen. Opel verdiente sich seinen Lebensunterhalt jedoch zunächst mit der Herstellung von Weinverkorkmaschinen und dem Vertrieb von Nähmaschinen der Marken Plaz und Rexroth aus Paris. Erst die 1868 geschlossene Ehe mit der Fabrikantentochter Sophie Marie Scheller ermöglichte Opel die Errichtung der Nähmaschinenfabrik, die bis 1880 insgesamt 20.000 Nähmaschinen herstellte.

Opels Söhne begeisterten den Vater von der Idee des Fahrrades. 1886 verließ das erste Opel-Fahrrad, ein Hochrad, die Fabrik an der Trasse der Mainbahn. Im Jahr 1898 stellten 1200 Beschäftigte fast 25.000 Nähmaschinen und 15.000 Fahrräder her. Der Fabrikbrand 1911 bedeutete eine Pause für die Fahrradproduktion, doch bereits 1912 war der Betrieb wieder aufgenommen.

Nach dem Tod des Gründers führte die Witwe das Unternehmen mit den fünf Söhnen Carl, Wilhelm, Heinrich, Fritz und Ludwig weiter. Schnell stellte sich heraus, dass die Zukunft des Unternehmens auf Grund der stagnierenden Absatzmöglichkeiten nicht im Bau von Nähmaschinen liegen konnte. In den 1920ern stieg Opel so zum größten Fahrradhersteller der Welt auf. 1936 wurde die Fahrradproduktion an die NSU Motorenwerke in Neckarsulm verkauft.

1898, drei Jahre nach dem Tode des Firmengründers, der nie Autos produzieren wollte, begannen seine Söhne mit dem Automobilbau.



Sie kauften am 21. Januar 1899 die Anhaltische Motorwagenfabrik des Dessauer Hofschlossermeisters, Automobilpioniers und Konstrukteurs Friedrich Lutzmann, machten ihn zum Direktor und begannen mit dem Bau des Opel-Patentmotorwagen System Lutzmann in Rüsselsheim. Dieser war vorher von Lutzmann auf der ersten IAA 1897 ausgestellt worden.

1902 unterzeichnete Opel einen Kooperationsvertrag mit dem französischen Automobilbauer Darracq und produzierte Voiturette-Fahrzeuge unter dem Markennamen Opel-Darracq. 1904 brachte Opel den ersten Vierzylinder, den Opel-Darracq 30/32 PS, auf den Markt. Der erste Sechszylinder entstand 1916 mit dem bis 1920 gefertigten 18/50 PS.

Während des 1. Weltkrieges hielt Opel die Autoproduktion aufrecht und fertigte unter anderem die Fahrzeuge der 9/25 (8/25) PS-Reihe.

1924 wurde das Opelwerk in Rüsselsheim als erstes in Deutschland mit Fließbändern ausgestattet, um für breitere Schichten preisgünstiger zu produzieren. Das Erfolgsmodell Opel Laubfrosch konnte in Großproduktion gebaut werden. Opel war 1928 mit 44 Prozent aller produzierten Kraftfahrzeuge größter Fahrzeughersteller im Deutschen Reich.



Am 3. Dezember 1928 erfolgte die Änderung der Rechtsform des Unternehmens von einer Kommanditgesellschaft in eine Aktiengesellschaft.

Im März 1929 verkauften Wilhelm von Opel und sein Bruder Friedrich Opel zunächst 80 Prozent der Unternehmensanteile an den amerikanischen Automobilkonzern General Motors (GM).



Bis 1931 übernahm GM das Unternehmen dann vollständig. Hauptgrund war die hereinbrechende Weltwirtschaftskrise. Der Verkaufspreis betrug für damalige Verhältnisse gewaltige 33,352 Millionen Dollar bzw. 154 Millionen Reichsmark. Die Opel-Brüder konnten dabei durchsetzen, dass sie Mitglieder des Aufsichtsrates blieben und Fritz von Opel den Vorstand leitete. Außerdem blieben der Name Opel und eine eigenständige Modellpolitik erhalten.

Der 1935 vorgestellte Opel P4 verkaufte sich als erster „Volkswagen“ mit über 65.000 Stück in nur zwei Jahren ausgesprochen gut. Auf Veranlassung der nationalsozialistischen Regierung wurde im selben Jahr für die Produktion der größeren Dreitonner „Blitz“-LKW das hochmoderne Werk in Brandenburg an der Havel gebaut. Ebenfalls im Frühjahr 1935 präsentierte Opel den nach den kommenden Olympischen Spielen benannten Olympia, der als erstes deutsches Fahrzeug über eine selbsttragende Ganzstahlkarosserie verfügte. Die Oberklasse wurde noch 1937 vom konservativ mit Kastenrahmen konstruierten Super 6, der äußerlich dem aktuellen Chevrolet Master ähnelte, repräsentiert.

Opel war zeitweise größter Autohersteller Europas und 1938 mit einem Anteil von 46,6 Prozent am deutschen Gesamtexport wichtigster Devisenbeschaffer für das Dritte Reich.
Vor Ausbruch des 2. Weltkrieges im Jahre 1939 bestand die PKW-Modellpalette aus den Vierzylindermodellen Kadett (1,1 l/23 PS) und Olympia (1,5 l/37 PS), sowie den Oberklassewagen mit Sechszylinder-Motor Kapitän (2,5 l/55 PS) und Admiral (3,5 l/75 PS). 1938 wurden 140.580 Kraftfahrzeuge bei einem Nettoumsatz von 337,7 Millionen Reichsmark gebaut.

Ab Oktober 1940 musste Opel auf Anordnung des NS-Regimes die Produktion ziviler PKW völlig einstellen.

Dank des Engagements des ersten Betriebsratsvorsitzenden Friedrich Zängerle nahm Opel 1947 die Automobilproduktion in Rüsselsheim zunächst mit dem erfolgreichen kleinen Vorkriegsmodell Olympia und ab 1948 mit dem größeren Kapitän wieder auf. Ende 1947 beschäftigte das Unternehmen in Rüsselheim 8.147 Mitarbeiter, 19.585 Mitarbeiter waren es Ende 1951. General Motors übernahm am 1. November 1948 wieder die Führungskontrolle bei Opel.

Dem Olympia folgte 1953 der Olympia Rekord. In den 50er-Jahren stellte Opel in Deutschland mit seinen Mittelklasse-Modellen Olympia, Olympia Rekord und Rekord P1 (ab 1957) das nach dem VW Käfer beliebteste Auto her; zeitweise folgte auf dem dritten Platz als PKW der Oberklasse der Opel Kapitän.



Um auch in der vom VW Käfer dominierten Klasse ein eigenes Produkt anbieten zu können, wurde Ende der 50er-Jahre ein völlig neuer Kadett entwickelt und ab 1962 im neuen Werk Bochum produziert.



Das neue Opel-Modell mit dem Namen des Vorkriegs-Kadett kam als Limousine, Coupé und (ab 1963) auch als Caravan auf den Markt. 1964 bekam der Kapitän zwei große „Brüder“, den Admiral und den Diplomat. Diese „großen Drei“ schlossen die Modellpalette bis 1977 nach oben ab.

Die 60er- und 70er-Jahre waren die große Blütezeit der Firma Opel, die damals nach VW der zweitgrößte deutsche Automobilhersteller und in einigen Fahrzeugklassen sogar Marktführer war.



Ab Herbst 1970 waren der Mittelklassewagen Ascona und dessen Coupé-Ableger Manta im Programm. Gemeinsam mit den 1975 vorgestellten gleichnamigen Nachfolgemodellen wurden davon über 3,2 Millionen Fahrzeuge produziert. Die Modellreihe gehört damit zu den erfolgreichsten Opel-Produkten.

1973 erfolgte die Markteinführung des Kadett C, der ab 1975 als Kadett City wie sein Hauptkonkurrent VW Golf auch eine große Heckklappe besaß. 1976 kam noch der von Baur gefertigte Kadett Aero mit Targadach hinzu. Damit umfasste die Baureihe insgesamt fünf Varianten; mehr als andere vergleichbare Modelle der Kompaktklasse.

Der 1977 eingestellte Opel Diplomat bekam 1978 mit dem Senator einen indirekten Nachfolger, dessen Karosserie vom Rekord E abgeleitet worden war, und der anfänglich ausschließlich mit Sechszylindermotoren angeboten wurde. Zeitgleich wurde in der gehobenen Mittelklasse auf Basis des Senator-Modells mit dem Monza ein Coupé mit großer Heckklappe auf den Markt gebracht. Der Erfolg der beiden Topmodelle im Opel-Programm war jedoch bescheiden:
Der Monza wurde nach acht Jahren ohne Nachfolger eingestellt, und der Senator wurde nach einem Modellwechsel im Jahr 1987 (nun diente der Omega A als Basis) noch bis 1993 weitergebaut. Opels Spitzenmodell war nun der von 1994 bis 2003 angebotene Omega B.

Auf dem seit Mitte der 1970er Jahre vom Ford Fiesta und VW Polo beherrschten deutschen Kleinwagenmarkt konnte der ab 1983 in Deutschland angebotene Opel Corsa Erfolge erzielen. Das Modell wurde im Ende 1982 eröffneten GM-Werk Saragossa (Spanien) produziert; seit 1993 auch im neuen deutschen Opel-Werk Eisenach.

Seit Ende der 80er-Jahre führten ein rückständiges Design und die durch die drastischen Sparmaßnahmen des Opel-Managers José Ignacio López de Arriortúa verursachten Qualitätsprobleme zu einer negativen Imageentwicklung der Marke.



Die als „López-Effekt“ bekanntgewordenen Mängel wurden besonders bei den Nachfolgern der beiden Volumenmodelle Rekord und Kadett, dem Omega und Astra, deutlich. Nach anfänglich sehr guten Verkaufszahlen bekamen durch diverse Rückrufaktionen die neuen Wagen und damit auch die Marke Opel ein negatives Ansehen in der Öffentlichkeit.

Diese Fehler ließen den Anteil von Opel an den gesamten Zulassungen in den acht Jahren von 2000 bis 2008 um über 30 % zurückgehen – bis zu 8,4 % im Jahr 2008.



Im Jahre 2008 verschlechterte sich die finanzielle Lage von General Motors auf Grund der Finanzkrise und verfehlter Modellpolitik. Durch nicht einzubringende Außenstände beim Mutterkonzern geriet dann auch Opel in Schieflage. Die Situation eskalierte in monatelangen Gesprächen über den Verkauf von Opel an verschiedene Investoren und Investorengruppen.



Die Investoren Magna und Sberbank waren favorisiert und sollten den Zuschlag für Opel erhalten. Der US-Autobauer General Motors (GM) entschied sich aber kurzfristig dazu, seine Tochter zu behalten und selbst zu sanieren. Drei Wochen nach der Absage erklärte GM-Europachef Nick Reilly, dass die Standorte Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern erhalten bleiben sollen. Er kündigte den Abbau von bis zu 5400 Arbeitsplätzen in Deutschland an. Europaweit sollen insgesamt circa 9000 Stellen abgebaut und die Produktionskapazität um 20 Prozent reduziert werden.

Opel ist in Kontinentaleuropa und im Nahen Osten die Hauptmarke von General Motors. Bis auf kleine Abweichungen im Angebot der Karosserievarianten unterscheidet sich die Modellpalette der Vauxhall-Modelle auf den britischen Inseln nicht davon.
Opel-Fahrzeuge werden außerdem in Russland, Indien, der Volksrepublik China, Singapur sowie in Südafrika angeboten. Hier werden oft günstigere Modelle meist älterer Baureihen verkauft.

Im Moment scheinen die Qualitätsprobleme bei Opel überwunden zu sein. Speziell mit dem neuen Mittelklassemodell Insignia dürfte Opel ein technischer und optischer Sprung nach vorne gelungen sein.

Der Insignia erhielt im Februar 2009 den Titel „Auto des Jahres 2009, vom ADAC erhielt er den ersten Platz der Limousine in der Preisverleihung „Gelber Engel 2009“, und er bekam die Auszeichnung „Auto der Vernunft 2009“. Des Weiteren wurde ihm der „red dot design award“ für das herausragende Design verliehen. Zudem bekam der Insignia den „Autobild Design Award 2009“ in der Klasse Limousinen und Kombis.



Aktuelle PKW-Modelle des Herstellers sind der Kleinwagen Corsa, der Kompaktklassewagen Astra, das Mittelklassemodell Insignia, das Coupé Corsa CC, der Microvan Agila, der Minivan Meriva, der SUV Antara sowie der Hochdachkombi Combo C.



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