Der Name Jeep hat sich in Europa zu einem Gattungsbegriff für geländetaugliche Fahrzeuge entwickelt, weshalb umgangssprachlich auch andere – nicht der Marke Jeep zugehörige Fahrzeuge – als „Jeep“ bezeichnet werden.
Weitaus unbekannter ist, dass Jeep eine geschützte Handelsmarke der Chrysler Group LLC für Geländewagen ist. Eine Marke also wie Mercedes-Benz, BMW oder Audi. In den USA bezeichnet man daher auch die Gattung der geländegängigen Fahrzeuge als SUV (Sports Utility Vehicle).
Aber woher stammt der Name Jeep eigentlich? Die bekannteste Theorie ist eine Ableitung aus der Abkürzung GP für General Purpose (Allzweck). Eine andere Theorie besagt, dass die Soldaten von ihrem Willys-Overland 4x4 so begeistert waren, dass sie ihn nach der Comicfigur Jeep aus Popeye benannten. Das hundeähnliche Fabelwesen konnte durch Wände und Decken gehen, Bäume besteigen und fliegen. Den Namen Jeep brachte erstmals der Chef-Testfahrer von Willys-Overland, Irving „Red“ Hausmann, ins Gespräch, als er „seinen“ Jeep 1941 der Presse vorstellte.
Ursprung der Legende Jeep ist eine Ausschreibung der US Army mit der Vorgabe, ein 4x4-Geländefahrzeug mit einer 1/4 Tonne Zuladung zu entwickeln.
Obwohl die Ausschreibung an rund 135 Hersteller gerichtet wurde, konnten nur drei Firmen die strengen Vorgaben des Militärs erfüllen: American Bantam, die Ford Motor Company und Willys-Overland. Die harten Tests gewann der „Willy MA“ der Firma Willys-Overland, unter anderem deshalb, weil der „Go-Devil“-Motor mit seinen 60 PS rund 25 % mehr Leistung brachte als der Motor des Konkurrenzfahrzeugs BRC-40.
Bis Kriegsende wurden mehr als 360.000 Fahrzeuge des noch einmal überarbeiteten Typs „Willys-MB“ hergestellt.
Nach dem 2. Weltkrieg begann Willys-Overland dann, den Jeep als CJ-2A (Civilian Jeep) zivil zu vermarkten. Der CJ-2A, der für 1.090 Dollar angeboten wurde, verfügte über eine wesentlich reichhaltigere Ausstattung als die Militärversion.
Die CJ-Reihe wurde in sieben Modellgenerationen bis 1987 verkauft. 1950 wurden Willys-Overland auch gerichtlich die Markenrechte für „Jeep“ zugesprochen, nachdem der Konkurrent Bantam geklagt hatte, den Begriff schon vor Willys-Overland verwendet zu haben. 1970 kaufte die American Motors Corporation Willys-Overland, um dann selbst 1987 von der Chrysler Corporation übernommen zu werden.
Die Marke Jeep ist heute eine Abteilung des Chrysler-Konzerns, der neben den Namensrechten die Rechte an dem legendären Kühlerdesign mit sieben abgerundeten langen Aussparungen hält. Jeeps werden heute von der Beijing Jeep Corporation, Ltd., in Indien von Mahindra & Mahindra Limited und von Magna Steyr gebaut.
Aktuelle Modelle sind die SUVs Kompass, Patriot, Cherokee und Grand Cherokee sowie der Commander und die Geländewagen Wrangler (die Nachfolger der CJ-Baureihe) und Unlimited. Die Motorenpalette reicht vom 2,0-l-Common-Rail-Diesel mit 140 PS bis zum 6,1-l-Motor mit 426 PS im SRT8.