Daihatsu ist der siebtgrößte japanische Automobilhersteller mit einer Produktion von über einer Millionen Fahrzeuge und Konzentration auf den Bau kleiner Fahrzeuge. Seit 1998 besitzt Toyota die Aktienmehrheit.
Gegründet wurde das Unternehmen als Hatsudoki Seizo Company im Jahr 1907 von Professoren der Universität Ōsaka. Der erste Präsident des Unternehmens war Kurokawa Oyokuma. Das Unternehmen befasste sich ursprünglich mit der Entwicklung und dem Verkauf von Gasmotoren.
1951 erfolgte die Umbenennung in Daihatsu. Der Name leitet sich von Ōsaka, dem Unternehmensstandort, und dem urspünglichen Namen Hatsudoki Seizo, wörtlich übersetzt „Motorproduktion“, ab.
Bevor das Unternehmen 1930 sein erstes Fahrzeug vorstelle, ein Dreirad-Nutzfahrzeug mit Benzinmotor unter der Bezeichnung Typ HA, stellte es Gas- und dann Dieselmotoren her. 1933 folgte ein Dreirad-Personenwagen mit dem Namen GO. 1937 wurde das erste Fahrzeug mit vier Rädern vorgestellt, ein kleiner Lieferwagen mit der Bezeichnung FA.
Nach dem Krieg begann die Produktion 1948 mit einem Dreirad-Nutzfahrzeug mit kleinem Zweitaktmotor. 1949 wurde das kleine Unternehmen mit einer Produktion von 7.000 Fahrzeugen an der Börse von Ōsaka gelistet. Das Unternehmen, das jahrzehntelang für den Bau von kleinen Nutzfahrzeugen bekannt war begann 1957 mit der Produktion des legendären „Midget“, dem erfolgreichsten Dreirad der Welt. Das Fahrzeug wurde bis 1972 gebaut. 1958 folgte ein Vierradmodell mit dem Namen „Vesta“ mit einem 1.000-ccm-Viertaktmotor.
Bereits 1965 startete Daihatsu die Entwicklung von Elektroautos. Im Jahr 1970 belieferte Daihatsu die Weltausstellung in Ōsaka mit 275 Elektrofahrzeugen, die als Taxis eingesetzt wurden.
1974 wurde das erste Allradfahrzeug von Daihatsu, der „Taft“, mit einem 958-ccm-Motor angeboten. Der Charade, ein zwischen der Klasse Kleinwagen und Kompaktwagen positioniertes Modell, wurde in Japan Auto des Jahres 1977.
Mit einer Europaniederlassung, die 1979 in Brüssel eröffnet wurde und der Gründung von Daihatsu America 1986 gelang es dem Hersteller, international Fuß zu fassen und die Fahrzeugproduktion auf 834.000 Stück im Jahr 1988 auszuweiten.
1991 überspringt Daihatsu die 20.000-Einheiten-Schwelle in Deutschland: Die flotten Kleinen von Daihatsu erleben einen stetigen Aufschwung, der im Jahr 1991 mit 21.280 Neuzulassungen zu einem neuen Rekordergebnis führt. Zurückzuführen ist der Erfolg auf die konsequente Konzentration des Herstellers auf Klein- und Kleinstfahrzeuge, die mit bewährter Technik und perfekter Raumausnutzung zu günstigen Preisen ihre Marktnische gefunden haben.
Die Erfolgsmodelle sind der „Cuore“, der bei Einführung 1981 als das kleinste fünftürige Auto der Welt galt, der „Sirion“, der auch als Toyota Duet oder Toyota Passo angeboten wird, sowie der „Teiros“ und der „Materia“.