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Chevrolet (umgangssprachlich: Chevy) ist eine Automarke, die seit 1918 zum General-Motors-Konzern gehört und heute dessen Kernmarke darstellt.



Louis Chevrolet wurde 1878 im schweizerischen La Chaux-de-Fonds geboren. Als Sohn eines Uhrmachers erbte er die Liebe zur Technik von seinem Vater; schon als Kind bereitete es ihm Freude, Gegenstände auseinanderzunehmen – um zu verstehen, wie sie funktionierten und um herauszufinden, wie man sie verbessern konnte.

Seine zweite Liebe – die Geschwindigkeit – entdeckte er mit 11 Jahren durch seine Tätigkeit in einer Fahrradwerkstatt im französischen Beaune, wohin die Familie in der Zwischenzeit gezogen war. Wie für viele Kinder blieb auch für Louis der Nervenkitzel seiner ersten rasanten Abwärtsfahrt unvergesslich. Im Unterschied zu den meisten von uns begann er aber, sich darüber Gedanken zu machen, wie man Fahrräder noch schneller machen konnte.

Louis begann, Räder selbst zu entwerfen und damit Rennen zu bestreiten – mit den Preisgeldern half er, seine sechs Geschwister zu ernähren.

1896 kam es schließlich zu einer entscheidenden Begegnung: der Magnat Vanderbilt wandte sich während einer Tour durch amerikanische Niederlassungen an die Werkstatt, um sein motorisiertes Dreirad reparieren zu lassen. Der junge Louis löste das Problem so gut, dass Vanderbilt ihm beeindruckt nahe legte, sein Glück in den Staaten zu versuchen, da man dort geschickte Mechaniker wie ihn gut gebrauchen könnte.
1901 ging Louis nach New York und fand eine Anstellung als Mechaniker und Konstrukteur bei Dion-Bouton, dem damals größten Autohersteller der Welt. Schnell nahm Louis’ Leidenschaft für Autos zwei Formen an – sie zu entwerfen und sie zu fahren.

1905 gewann er sein erstes wichtiges Rennen und markierte dabei einen neuen Landgeschwindigkeitsrekord, indem er eine Meile in nur 52,8 Sekunden zurücklegte. Im selben Jahr begann eine 15 Jahre anhaltende Erfolgsserie auf amerikanischen Rennpisten, die ihn zu einem internationalen Rennstar machen sollte.

1911 beschloss Louis, seine Bekanntheit für die Gründung einer eigenen Autofirma einzusetzen; er gründete die Chevrolet Motor Car Company, gemeinsam mit Billy Durant, dem Eigentümer der General Company of New Jersey (der zukünftigen General Motors). Am 3. November 1911 wurde die Chevrolet Motor Car Company aus der Taufe gehoben.

Für Louis ging nun ein langgehegter Wunsch in Erfüllung: Endlich konnte er den Autos seiner Träume konkrete Gestalt geben.

Sein Bestreben war es, die zuverlässigsten und technisch am weitesten ausgereiften Autos der Welt zu entwickeln. Zugleich aber mussten sie für jedermann erschwinglich sein.

Die Marke Chevrolet sollte ein Riesenerfolg werden – sie verdrängte sogar das T-Modell von Ford von seiner Spitzenposition bei den Verkäufen.



Im Jahr 1912 wurde der Classic Six eingeführt, ein Auto für 5 Personen, das 105 km/h Spitze schaffte. Das bekannteste Modell ist die Corvette, die 1953 eingeführt wurde.

Seit 2005 werden auf dem europäischen Markt Fahrzeuge als Chevrolet angeboten, die vormals unter der Markenbezeichnung Daewoo verkauft wurden.



Abgesehen vom Chevrolet-Logo basieren die Fahrzeuge jedoch weiterhin auf Daewoo-Technik. Insoweit handelt es sich bei diesen Fahrzeugen um asiatische Automobile, die in den Vereinigten Staaten teilweise unter dem Markennamen Suzuki vertrieben werden. Die von General Motors mit dem in Europa erfolgten Label-Wechsel erhoffte Absatzsteigerung ist eingetreten.

In den Fabriken von GM Daewoo (ROK) läuft auch der Chevrolet Captiva/Opel Antara vom Band. Das Engineering von GM Daewoo ist nicht immer rein koreanisch. Der 3,2-l-Sechszylinder des Captiva ist beispielsweise eine australische Konstruktion, im Bereich Getriebe und Elektrik kommen sogar deutsche Komponenten zum Einsatz. Chevrolet wird von GM zunehmend als globale Volumenmarke definiert. Im Zuge dessen wurde der Vertrieb der meisten amerikanischen Chevrolet-Modelle in Europa eingestellt. Eine Sonderstellung bekommt der Sportwagen Corvette, der seitdem eine eigene Marke in Europa bildet.

Die Corvette ist ein amerikanischer Sportwagen von General Motors in der inzwischen sechsten Generation. Als Sportwagen ist die Corvette für Amerikaner ein ebenso großer Mythos und eine Ikone wie für Deutschland der Porsche 911 oder für Italien der Ferrari.



Als die erste Corvette 1953 produziert wurde, war sie der zweite rein amerikanische Sportwagen nach dem nicht sehr erfolgreichen Crosley Hotshot/Supersport. Früher wurde sie als Chevrolet Corvette angeboten. Die Corvette ist seit jeher ein Sportwagen mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. In Europa läuft sie seit Einführung der sechsten Generation im Jahre 2005 nur noch unter dem Markennamen Corvette, um sich als Premiumprodukt deutlich von den Chevrolet-Fahrzeugen abzusetzen.

Weitere Fahrzeuge in der Chevrolet-Modellpalette (US): Der Kleinwagen Aveo, die Kompaktklassewagen Cobalt und HHR. In der Mitteklasse die Fahrzeuge Malibu und Impala sowie der Camaro als Sportwagen. Unter den Trucks werden dort die Modelle Equinox und Traverse im Segment Crossover-SUVs, TrailBlazer, Tahoe und Suburban bei den SUVs, bei den Pick-ups Colorado, Silverado und Avalanche und der Kleintransporter Express angeboten. Die aktuellen Chevrolet-Modelle in Deutschland sind Aveo (Kleinwagen), Epica (Mittelklasse), Captiva (SUV), Cruze (untere Mittelklasse), Lacetti (Kompaktklasse), Matiz (Kleinstwagen), Nubira (untere Mittelklasse) und Spark (Kleinstwagen).



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