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Die Legende Alfa Romeo begann in Portello, im Nordwesten Mailands, wo der französische Industrielle Alexandre Darraq 1906 ein modernes Automobilwerk errichtete.



Die dort hergestellten Fahrzeuge fanden zunächst jedoch wenig Anklang auf dem italienischen Markt. So übernahmen schon bald Geschäftsleute aus der Lombardei das Werk, und es entstand die Società Anonima Lombarda Fabbrica Automobili (A.L.F.A.).

1910 verließ der erste A.L.F.A. das Werk in Portello, der 24HP. Der 4,1-l-Motor leistete 42 PS. Er hatte als Emblem das rote Kreuz aus dem Stadtwappen Mailands und die Schlange aus dem Wappen der Adelsfamilie Visconti. Erste Motorsporterfolge stellten sich rasch ein, aber der 1. Weltkrieg machte alle Exportchancen zunichte. 1915 meldet die Bank Alfa zum Konkurs an. Ein Institut der italienischen Rüstungsindustrie übernahm unter dem Vorsitz von Nicola Romeo die Firma. 1919 begann die erneute Produktion von Straßenwagen, die nun den Namen Alfa Romeo trugen. Mit dem repräsentativen Modell G, der ersten Neukonstruktion nach dem Krieg, stellt Alfa Romeo den „Rolls-Royce von Portello“ vor. Der junge Enzo Ferrari tritt zunächst als Rennfahrer in das Unternehmen ein.

1925 gewann Alfa zum ersten Mal die WM. In den 30er-Jahren baute Alfa Romeo mit einer Version des 8C 2900 das schnellste Serienauto der Welt (205 km/h).



Neben Autos befanden sich Lastwagen, Omnibusse, Traktoren und Flugzeuge in der Produktpalette Alfas. Bis zum 2. Weltkrieg gehörten die 6- und 8-Zylinder-Wagen der Spitze des weltweiten Automobilbaus an. Im Krieg wurde 1943 das Hauptwerk in Portello nahezu vollständig zerstört.
Die 5.000 Mitarbeiter bauten es jedoch mit vereinten Kräften wieder auf. Nach dem Krieg wurde der Wandel zu den Serienautomobilen erforderlich. Mit dem 1900 überwand Alfa auch diese Hürde.

In den 50er-Jahren erstarkte Alfa dann durch serienproduzierte Wagen für den „Kleinen Mann“, etwa den Giulietta (1954) und den im neuen Werk in Arese produzierten Giulia (1962). 1966 folgte dann der legendäre Spider von Pininfarina. Dieser rollte 27 Jahre vom Band.

Die 70er-Jahre begannen mit drei prägenden Modellen: Der V8-Sportwagen Montreal, die Alfetta und der Alfasud, durch den der Ruf der Marke stark litt. Die Verarbeitungsqualität des Alfasud unterlag starken Schwankungen, was sich vor allem durch frühen und heftigen Rostbefall zeigte. Ein Jahr nach dem Produktionsstart des Alfasud rutschte Alfa Romeo 1973 in die Verlustzone. Der Alfasud markiert auch einen technischen Wendepunkt für Alfa Romeo: Er war der erste Personenwagen des Herstellers mit Frontantrieb. Die Modellpalette in der ersten Hälfte der 80er-Jahre umfasste: Spider, Alfasud, Sprint, Giulietta, Alfetta, Alfetta GTV und Alfa 6. 1983 löst der Alfa 33 den Alfasud ab und die Palette wurde durch 75 und 90 (beide in Transaxle-Bauweise) ergänzt. Der 164 wurde dann in Zusammenarbeit mit Fiat und Saab entworfen. Die nachfolgenden Modelle wie 156, GTV, Spider, 145, 146, 147 und 166 entstammten alle dem Mutterkonzern Fiat, ohne den Alfa vermutlich nicht überlebt hätte.

Aktuell umfasst die Modellpalette den Alfa 147, den Alfa 159 sowie den Alfa 159 Sportwagon. Ferner den Alfa GT, den Alfa Brera sowie dessen offene Version, die traditionsgemäß den Namen Alfa Spider erhielt und noch 2006 als Cabriolet des Jahres ausgezeichnet wurde. Seit Juli 2008 wird der Alfa Romeo MiTo ausgeliefert, der auf dem Fiat Grande Punto basiert.

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